Kultur Konkret – im Netz entdeckt
Hitliste externe Festplatten: Größen (Zoll) und Kapazität (GB) im Vergleich
Bei externen Festplatten gibt es zwei Hauptmerkmale: Die Größe und der verfügbare Speicherplatz (Kapazität).
Der Speicherplatz gibt einen Überblick über die aktuell verfügbaren Varianten. Eine passende Auswahl externer Festplatten findet sich im Speicherplatz Shop.
Quelle: Der Speicherplatz
Kultur Konkret – im Netz entdeckt
RadioNetShow strahlt die Sendung Radio Goethe aus
Das digitale Radio RadioNetShow strahlt die Sendung Radio Goethe aus, welche aus Amerika übernommen wird.
Unter dem Titel: »60 Minuten aus Amerika oder wie die Amis Musik aus Deutschland verstehen« wird wöchentliche eine Show gesendet.
Quelle: RadioNetShow
Kultur Konkret – Blick ins Internet
Datenschmutz zum Thema:

Mehr Blogbesucher mit Blogspeed.de
»Wie bringt BLOGspeed mehr Traffic?« Dieser Frage und den Themen »Affiliation Tactics« sowie »Nachteile / Verbesserungspotential« geht der Blog Datenschmutz nach.
Quelle: Datenschmutz
Kultur Konkret – Blick ins Internet
Der Web Kritiker zum Thema:

Talkshows, der Fluch der Fernsehwelt
Es gibt sie immer noch – Arabella, über Britt bis hin zu Vera. Jeder sollte sich die Frage stellen: Wieso überhaupt?
Will der Mensch nur beschäftigt werden mit den leichten Dingen des Lebens? Was wollen uns Talkshows sagen?
Quelle: Der Web Kritiker
Fakten und Berichte – Oktober 2007
15. Oktober 2007
Günter Grass
Foto: Florian K
© GNU Free Documentation License
Geburtstag
Glückwunsch an Günter Grass – ein großer Schriftsteller wird 80
Von Siegurd Breisen
Am 16. Oktober wird Günter Grass 80 Jahre alt. Der bedeutenste lebende deutsche Schriftsteller und Träger des Literatur-Nobelpreises wird am 20. Oktober mit einem großen Geburtstagsfest in der Lokhalle Göttingen geehrt.
Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren. Er ist Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker. Sein schriftstellerisches Werk gehört zur Weltliteratur. Nach langen Berliner Jahren lebt und arbeitet er heute in der Nähe von Lübeck. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und erhielt im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur.
Günter Grass – ein Genie der Sprache – eine Meister der Erzählung
»Die Erinnerung liebt das Versteckspiel der Kinder. Sie verkriecht sich. Zum Schönreden neigt sie und schmückt gerne, oft ohne Not. Sie widerspricht dem Gedächtnis, das sich pedantisch gibt und zänkisch rechthaben will. Wenn ihr mit Fragen zugesetzt wird, gleicht die Erinnerung einer Zwiebel, die gehäutet sein möchte, damit freigelegt werden kann, was Buchstab nach Buchstab ablesbar steht: selten eindeutig, oft in Spiegelschrift oder sonstwie verrätselt. Die Zwiebel hat viele Häute.«
Diese wenigen Sätze zeugen von der Sprachkraft des Nobelpreisträgers. Stets gelingt ihm die Verbindung von Präzision und Bildhaftigkeit. Sein erzählerisches Werk ist hervorragend. Angefangen mit der »Blechtrommel« bis hin zu seinem aufrichtigen Erinnerungswerk »Beim Häuten der Zwiebel«, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Günter Grass erzählt von seinen jungen Jahren, von seinen Einflüssen, Begegnungen, Irrtümern und seinen Lehren aus der Geschichte.
Ein biografisches Bekenntnis wird zum Medienfutter
In seinem Buch »Vom Häuten der Zwiebel« legte er seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS offen. Er selbst habe sich gefragt, wie es dazu kommen konnte, »dass ich diese kurze Phase von drei oder vier Monaten, in denen ich als Siebzehnjähriger bei der Waffen-SS eingezogen war, in mir verkapselt hatte.« Im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger (Wochenendausgabe) sagte er in der vorigen Woche: »Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass meine Generation, wenn kein Widerstand vom Elternhaus her kam, dieser Ideologie des Nationalsozialismus ausgeliefert war. Wir waren begeistert beim Jungvolk, bei der Hitlerjugend, und ich habe wie ein Idiot bis zum Schluss an den Endsieg geglaubt.«
Die Tatsache, dass er seine drei- bis viermonatige Zugehörigkeit zur Waffen-SS als Siebzehnjähriger erst im letzten Jahr veröffentlichte, hat zu Kritik geführt. Günter Grass hat Verständnis für den Vorwurf, dass dieses Bekenntnis spät gekommen sei, er beklagt aber die »Niedertracht«, mit der versucht worden sei, ihn »mundtot zu machen«. Gegen »diese Machart« sei »kein Kraut gewachsen«.
Günter Grass: »Zuerst einmal muss man alt genug werden, um überhaupt dieses Wagnis einzugehen, über sich selbst zu schreiben. Bis dahin war ich den Versuchungen des autobiografischen Schreibens gegenüber skeptisch. Man kann das nur machen, wenn man bereit ist, sich auf die Spur zu kommen, sich selbst aufzudecken. Aufdecken heißt in dem Fall auch, die eigenen Erinnerungen kritisch zu befragen, denn die allzu menschliche Erinnerung neigt dazu, zu schönen, zu verfälschen, das Ganze ins anekdotisch Plausible zu verkürzen. Behilflich ist mir in diesem Zusammenhang die Titel-Metapher vom Häuten der Zwiebel gewesen, weil sich im Erinnerungs- und natürlich auch im Schreibprozess immer wieder eine neue Haut unter der Haut zeigt, sich eine neue Lesart aufdrängt. Sie bringt etwas ans Licht, was verschüttet war, einfach vergessen oder bewusst verdrängt, Gegenstände und Geheimnisse, Träume und Traumata.«
Ein herzlicher Glückwunsch an Günter Grass
Mit dem morgigen Tag wird ein deutscher Schriftsteller 80 Jahre alt, der die Literatur in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt hat. Sein literarisches Wirken weist weit in dieses Jahrhundert hinein. Die vielen Ehrungen und Belobigungen, sie sind vor dem Hintergrund seines literarischen Meisterwerkes unbedingt verdient. Die Kulturnation verbeugt sich respektvoll vor Günter Grass und wünscht ihm alles Gute.
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Fakten und Berichte – Oktober 2007
8. Oktober 2007
»Hängebauchschwein«
Foto: pan
© pan / PIXELIO
Freiheit
Der Schnüffelstaat wuchert – Angstmacher in der Regierung
Von Siegurd Breisen
»Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einer Gesetzesinitiative, die Ärzte verpflichten soll, unter Aufhebung der Schweigepflicht bestimmte Patienten bei den Krankenkassen zu melden. Und zwar solche Patienten, die an ihrem jeweiligen Leiden selbst schuld sind.«
Das meldet ZEIT online und zitiert die zuständige Ministerin Ulla Schmidt, es gehe keineswegs um einen Angriff auf die Privatsphäre des Patienten oder die ärztliche Schweigepflicht, sondern um eine »klare gesetzliche Regelung zum Zweck der Kostenkontrolle«.
Immer geht es um Gutes: Kostenkontrolle, Terrorismus-Bekämpfung, Gefahrenabwehr. Gebraucht wird dafür Schlichtes: Aufhebung der Privatheit, Online-Durchsungen, Änderungen unserer Verfassung.
Der Schnüffelstaat fördert Privatisierung und ignoriert Privatheit
»Gesundheit ist keine Ware, die ich mir kaufen kann oder nicht. Gesundheit ist überlebenswichtig«, sagt Werner Schüßler von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Soziale Sicherung. Auch in Deutschland seien mit den jüngsten Gesundheitsreformen die Weichen in Richtung amerikanischer Verhältnisse gestellt: Zehn Prozent der Bürger profitieren als Privatversicherte von Privilegien, während gesetzlich versicherte Kranke sich immer weiter hinten anstellen müssen. Zuzahlungen, Praxisgebühren und längere Wartezeiten belasten sie zusätzlich. Werner Schüßler: »Uns steht ein Umbau des Systems ins Haus, bei dem die Kosten zunehmend von den Gesunden und Einkommensstarken hin zu den Kranken und Ärmeren verlagert werden.«
Damit nicht genug: Ärzte sollen Kranke melden, die ihr Leiden selbst verschuldet haben. Das Arzt-Patienten-Verhältnis, das Bürger-Staat-Verhältnis, die Grenzen des Rechtsstaats stehen zur Disposition.
Minister Tiefensee versucht es mit einem anderen Politikertrick: Der Geiz wird instrumentalisiert. Die Bahn brauche Geld, für Bahnhöfe und leisere Züge. Das könne man nun an der Börse einsammeln – oder aber vom Steuerzahler abkassieren.
Dazu die NachDenkSeiten: »Tiefensee ist schon herausragend dreist oder herausragend unwissend. Zu behaupten beziehungsweise zu unterstellen, die Bahn könne sich kein Geld besorgen, wenn sie nicht auf Mittel privater Geldgeber über die Börse zurückgreife, ist schlicht falsch. Die Bahn kann sich auf einfache Weise, nämlich zum Beispiel über Anleihen, für die sie wegen ihrer hohen Bonität vergleichsweise niedrige Zinsen zahlen muss, Geld besorgen.«
Der Schnüffelstaat sät Angst und zerstört Vertrauen
Das kleine Amtsgerichts Berlin Mitte muss es dem Bundesjustizministerium untersagen, über seine Webseite personenbezogene Daten über das Ende des jeweiligen Nutzungsvorgangs hinaus zu speichern. Die NETZEITUNG.DE: »Das Amtsgericht stellte sich auch gegen die Ansicht von Betreibern und manchen Datenschützern, dass Sicherheitsgründe eine personenbeziehbare Erfassung des Verhaltens sämtlicher Nutzer – wenn auch nur für kurze Zeit – rechtfertigten.«
Die Folgen des Urteils könnte auch das Bundeskriminalamt zu spüren bekommen. NETZEITUNG.DE: »Denn, wie Udo Vetter im Law Blog unter Berufung auf einen Artikel im Tagesspiegel berichtet, informiert das Bundeskriminalamt auf seiner Homepage auch über die Militante Gruppe: Wer sich diese Seiten angesehen hat, geriet ins Visier der Fahnder. Das BKA soll die IP-Adressen gespeichert und bei Providern angefragt haben, wem die Anschlüsse gehören. Das BKA hat den Bericht nicht dementiert, sodass Vetter in der Bewertung des Vorgangs unbedingt Recht zu geben ist, wenn er sagt, dass so ein infames Verhalten zeigt, wie wenig Respekt diese Leute noch vor den Bürgern und deren Rechten haben.«
Der Schnüffelstaat ist nicht der Staat des Grundgesetzes
Rechtsveränderungen, die durch das Schüren von Angst, Neid, Gier oder Geiz vorbereitet werden, sind selten von der vernunft geprägt. Politiker, die Zwietracht säen, um ihre Ziele zu fördern, fördern damit selten das Gemeinwohl. Staatliche Institutionen, die den Bürger hintergehen, zerstören Vertrauen.
Das Grundgesetz überzeugt durch seine einfache und klare Sprache: »Die Würde des Menschen ist unantastbar. Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.«
Das Grundgesetz ist vom Geist der Freiheit geprägt und von der Vernunft inspiriert. Es will einen Staat, der seine Grenzen kennt und der die Menschen achtet. Der Staat des Grundgesetzes ist demokratisch und sozial, man kann ihm ohne Angst begegnen.
Quelle: ZEIT online – »Vom Sozialstaat zum Kontrollsystem«
Quelle: NachDenkSeiten – »Hinweise des Tages, 5. Oktober 2007«
Quelle: NETZEITUNG.DE – »Wer hat uns verraten? Unsere Daten!«
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